Der Autoabsatz trotzt der Krise
Das Jahresende ist in vielen Branchen der Zeitpunkt um ein Fazit über den Geschäftserfolg zu ziehen, so auch bei den Autohändlern. Für sie waren es positive zwölf Monate, denn trotz der Gefahr eines erneuten Abschwungs und der Angst vor der Eurokrise verzichteten viele Deutsche nicht darauf, sich ein neues Gefährt anzuschaffen. Und so ist ein dickes Plus bei den verkauften Fahrzeugen zu verzeichnen. Wie es jedoch im nächsten Jahr weitergehen wird, ist bisher kaum abzusehen.
Zu viele offene Fragen stehen derzeit noch im Raum. Noch immer schwebt das Damoklesschwert der Schuldenkrise über den Verbrauchern in der Eurozone. Wie es mit der Gemeinschaftswährung weitergeht und ob eine Rezension bevorsteht, ist weiterhin kaum vorherzusagen. Auch die Frage ob eine Pkw-Maut droht, um Einnahmen zur Sanierung maroder Straßen zu generieren, ist noch immer nicht beantwortet worden. Bürger finanzieren Straße und Infrastruktur zurzeit nur selten direkt, doch durch eine Nutzungsgebühr für die Autobahnen könnte sich dies ändern. Aus diesen Gründen bleibt abzuwarten, ob auch im nächsten Jahr noch Zuwächse beim Autoabsatz zu verzeichnen sein werden.
Finanzierungsoptionen erleichtern Kauf
Dabei wird die Finanzierung für die Verbraucher immer leichter. In der Regel zahlt kaum jemand ein Fahrzeug bar, vielmehr erfreuen sich Kredite und Leasingangebote großer Beliebtheit. Gerade die Direktbanken machen es ihren Kunden leicht, sich schnell Geld zu leihen. Nur wenige Klicks trennen den Bürger vom Kredit, zumindest solange dieser die üblichen Voraussetzungen erfüllt. Mit den Onlinerechnern der Kreditinstitute ist es dabei einfach, die persönlichen Konditionen zu ermitteln. Die Vielzahl der neuen Unternehmen fördert den Wettbewerb und macht das Geld günstig. Die nicht zweckgebundenen Verträge werden in dem meisten Fällen innerhalb weniger Tage bearbeitet. Es fällt also vielfach nicht schwer, sich unter diesen Voraussetzungen für einen neuen Wagen zu entscheiden.
Quelle: http://www.swkbank.at/
Untypische Entwicklung
Auch dieser Faktor dürfte dazu beigetragen haben, dass der Absatz der Hersteller sich deutlich erhöht hat. Mehr als drei Millionen Fahrzeuge fanden einen neuen Besitzer, das entspricht einem Wachstum von rund neun Prozent, und damit sind dies Zahlen, die sich sehen lassen können und zwar, obwohl bereits 2011 Zeichen der Krise sichtbar waren. Normalerweise führt dies eher zu sinkenden Absatzzahlen, denn wenn schlechte Zeiten drohen, schieben die Bürger in der Regel große Investitionen auf, bis die Krise wieder abgeklungen ist. Die Sparquote steigt in diesen Zeiten, sichere Anlagen, wie Edelmetalle, werden stärker nachgefragt. Dies zeigte sich auch in den beiden letzten schweren Jahren 2008 und 2009. Der Absatz brach jeweils deutlich ein und konnte nicht das Niveau der Vorjahre erreichen. Somit ist das Jahr 2011 eher untypisch verlaufen.