Autokauf ohne Schuldenfalle
Im Frühjahr und Sommer entscheiden sich viele Menschen für den Kauf eines neuen Autos. Für welche Art der Finanzierung man sich dabei auch entscheidet, ein Autokauf muss nicht automatisch in der Schuldenfalle enden. Einige Tipps und Hinweise können dabei helfen, die richtige Autofinanzierung zu finden.
Gebraucht oder neu
Vor dem Kauf eines Autos sollte sich der Kunde zunächst ein geeignetes Fahrzeug aussuchen. Wer für seinen neues Fahrzeug eher nicht so viel Geld ausgeben möchte und zudem nicht viel Auto fährt, der sollte sich einen Gebrauchtwagen zulegen. Ein Neuwagen ist hingegen besser geeignet für Verbraucher, die täglich auf ein zuverlässiges Fahrzeug angewiesen sind und zudem ein bestimmtes Modell mit speziellen Sonderausstattungen suchen, wie sie hier angeboten werden. Wer beispielsweise aufgrund bestimmter Stoßdämpfer Audi bevorzugt oder wegen der besonders komfortablen Kupplung Opel fahren möchte, der kommt um den Erwerb eines Neuwagens oft nicht herum.
Ein neuer Pkw ist teurer als ein gebrauchter. Im Durchschnitt 25.000 Euro müssen in Deutschland für einen Neuwagen hingeblättert werden. Die wenigsten Autokäufer haben derartig viel Bargeld auf ihrem Konto. Aus diesem Grund werden meist andere Wege der Autofinanzierung eingeschlagen.
Barzahlung oder Schulden?
Wer sei Auto in Bar bezahlen kann hat gegenüber anderen einen großen Vorteil: die meisten Autohändler bieten ihren bar zahlenden Kunden die größten Rabatte an. Anders verhält es sich bei einem Modell, für welches die Autobank eine günstige Art der Finanzierung anbietet, zum Beispiel einen Zinsatz, der meist weit unter den gegenwärtig erreichbaren Zinsen für Tagesgeld liegt. In einem solchen Fall sollte der Kauf vielleicht doch lieber über einen Kredit finanziert werden. Wer auf seinem Tagesgeldkonto beispielsweise vier Prozent Zinsen erhält, jedoch lediglich 1,9 oder weniger Zinsen für seinen Autokredit zahlt, kann einen Gewinn erzielen. Derartig niedrige Zinzsätze werden jedoch in der Regel nicht für alle von einem Händler angebotenen Pkw gezahlt, sondern gelten meist nur für bestimmte Modelle.
Der Ratenkredit
Als Klassiker unter die Finanzierungsmöglichkeiten gilt immer noch der Ratenkredit. Es kann zwischen zwei Varianten unterschieden werden. Wer einen klassischen Ratenkredit wählt, zahlt über eine vorab vereinbarte Laufzeit hinweg eine monatlich gleich bleibende Rate, bis der Gesamtbetrag abgezahlt ist. In den meisten Fällen kann die Laufzeit jedoch verringert werden, wenn dem Autokäufer der fällig Restbetrag zur Verfügung steht und er diesen auf einen Schlag bezahlen kann. Eine Ratenzahlung ist bei den meisten Autobanken auch beim Erwerb eines Gebrauchtwagens möglich.
Die Drei-Wege-Finanzierung
Laut aktuellen Umfrageergebnissen entschiedet sich mittlerweile jeder zweite Käufer eines Neuwagens für die so genannte Drei-Wege-Finanzierung. Bei dieser Finanzierungsart gewähren die meisten Hausbanken Vertragslaufzeiten zwischen einem und vier Jahren. Die monatlich zu leistenden raten liegen dabei meist deutlich geringer als bei der klassischen Ratenzahlung. Nach Ende der Laufzeit stehen dem Kunden drei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So kann er durch eine sofortige Zahlung des noch ausstehenden Restbetrages das Auto kaufen. Des weiteren besteht die Möglichkeit, durch einen klassischen Ratenvertrag den noch ausstehenden Restbetrag zu finanzieren. Daneben kann er das Auto ebenfalls einfach zurückgeben. Die bereist geleisteten Zahlungen werden werden einfach wie Leasingraten angesehen.
Die Drei-Wege-Finanzierung wird gegenwärtig von allen Autobanken angeboten und hat sich als Finanzierungsart etabliert. Ihr großer Vorteil besteht in der Flexibilität, welche die den Kunden bietet. So kann sich der Autokäufer bei der Entscheidung Zeit lassen, ob er das Auto letztendlich kaufen oder nur leasen möchte.